ARISTO-Bände
Den Möbelband und den Mechanismus fürs Anhängen und Öffnen erfand Arturo Salice aus Italien noch vor dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Möbelband heißt Topfband.
Die Basis eines solchen Bandes ist ein Gehäuse mit einem Zweiknebelmechanismus. Die eine Seite von jedem Knebel ist mit einem Scharnier starr auf dem Gehäuse befestigt und die andere fixiert den Topf des Bandes, die ins Loch an der Innenseite der öffnenden Tür montiert wird.
Der Mechanismus ist so gestaltet, dass die Knebel nur zwei fixierte Lagen haben, in denen sich der Topf parallel oder scheitelrecht dem Gehäuse befindet. Die Konstruktion des Mechanismus, der die Knebel in diese zwei Endlagen aus jeder Mittellage bringt, macht den Hauptunterschied von den diversen heute hergestellten Topfbänden aus. Urtümlich bestand sie aus zwei Hohlfedern, die später mit kompakteren Flachfedern ersetzt wurden. Die Federkraft sichert den Anschluss der Tür zum Möbelgehäuse in der geschlossenen Lage. Bei manchen Bandkonstruktionen kann diese Kraft geregelt werden.
Das Gehäuse des Bandes mit einem Topf wird auf einem sogenannten Stellplatz, auch Montagenlatte genannt, angelagert, die an der senkrechten Seitenwand des Möbelgestells montiert wird. Der Stellplatz sah urtümlich als ein U-förmiges Element aus, das scheitelrecht dem Rand der senkrechten Möbelwand fixiert wurde. Später bekamen sie die Form einer Metalllatte, die aus Plast oder einer leichten Legierung hergestellt wurde. Die meisten Topfbände von heute haben Stellplätze mit zwei Seitenvorsprüngen und Rinnen für Montage (kreuzförmige Montagenlatte). Diese Rinnen ermöglichen die Umstellung des Ganzen Topfbandes den Rand der Möbelwand entlang, was früher unmöglich war.
Der Band wird normalerweise mit dem Topf und dem Stellplatz mit einer Feststellschraube montiert, die in die Gegenleiste eingeschraubt ist. Der Band wird auf den Stellplatz so eingeschoben, dass die Feststellschraube in der Rinne am Rand des Bandarmes gleitet und dann mit diesem Rand angedrückt wird.
Die Höhenanpassung des Bandgehäuses gegen die Seitenwandfläche des Produktes wird mit einer anderen Schraube durchgeführt, die sich am Bandgehäuse befindet, steift sich auf den Stellplatz oder wird in die Rinne eingesteckt. Es wurden auch diverse Bandkonstruktionen erarbeitet, die das Bandgehäuse mit der Gegenleiste durch eine Sperrklinke schnell kuppeln (System der schnellen Montage).
